Ich komme im Moment sehr selten zum Fotografieren, deshalb habe ich einige alte Bilder bearbeitet.

Am zweiten Tag in Sapa fuhren wir weiter hoch auf die Berge. Am Morgen schien in Sapa noch die Sonne, sodass sich alle eher leichte Klamotten angezogen haben. Es sah wirklich nach einem warmen, sonnigen Tag aus, aber Oben angekommen wurden wir eines besseren belehrt, denn mit jedem weiteren Meter sank die Temperatur gefühlt um 10°C und die Krönung war ein kräftiger Regenschauer.
Unterschlupf fanden wir bei einer Frau, die am Straßenrand unter einer LKW-Plane vor ihrem Häuschen, selbstgewebte Decken und Gegrilltes verkaufte.

Es war mit Abstand das Beste (nach Pho) was ich in Vietnam gegessen habe: Nach Familienrezept mariniertes und gegrilltes Kalbfleisch, gegrillte Eier, in Bambus gegrillter Reis und heißer Grüntee. Durchgefroren und hungrig haben diese einfache Dinge einfach unglaublich gut geschmeckt.

Wir haben der Besitzerin den ganzen Vorrat weggegessen und weil es so kalt war lieh sie jedem von uns eine ihrer Decken. Am Ende haben wir ihr auch noch alle Decken weggekauft, sie sind nicht sonderlich schön, aber die Erinnerung, die an ihnen hängt ist unbezahlbar.

Mit den Decken als Trachten gründeten wir eine weitere ethnische Minderheit in Vietnam und als es aufhörte zu Regnen wanderten wir "verkleidet" durch die Gegend.

Meine älteste Cousine. Ich vermisse sie alle so, vor allem vermisse ich es die "Kleine Schwester" zu sein. Während ich in Deutschland immer die Älteste mit der ganzen Verantwortung bin, durfte ich in Vietnam endlich mal die Quengelnde sein, die all ihre großen "Geschwister" nervt.